BEZIEHUNGSFALLEN 2018

VORTRÄGE

Die Vortragsreihe der VHS Linz über Liebeslust und Liebesfrust, über Partnerschaft, Liebe und Sexualität


Jeweils Montag, 19 Uhr, Linz/Urfahr, Neues Rathaus; Festsaal
Moderation: Mag. DDr. Günther Bauer

Einzelkarten: € 9,50;
Ermäßigungen: OÖNcard: € 7,60; Aktivpass: € 4,75;
Abo für alle 5 Veranstaltungen € 37,00: Beziehungsfallen-Vortragsabonnement

Vorverkauf
ab 1.12.2017 im Wissensturm, Service-Center (Montag bis Freitag 8:00 – 18:00).

Elternbildungsgutscheine werden entgegengenommen.

Vorträge der vergangenen Jahre erhältlich als download zum Preis von € 5.- oder CD zum Preis von € 10.- (inklusive Postversand) unter info@medienwerkstatt.linz.at oder Tel.: +43 732 7070-4603. Eine Auswahl von Vorträgen oder Auszüge aus den Vorträgen zum Ansehen und Anhören auf dem  Sendungspool der Medienwerkstatt Linz.
 

Die Vorträge im Detail

Sexout (15.1.2018)
Und die Kunst, neu anzufangen - Gedanken eines Philosophen zu einer Frage der Zeit

Sexout heißt nicht einfach nur, keinen Sex zu haben. Wer ohne Sex gut leben kann und vielleicht sogar froh ist, die damit gelegentlich verbundenen Schwierigkeiten los zu sein, erleidet keinen Sexout. Sexout heißt vielmehr, keinen Sex zu haben und darin ein Problem zu sehen, aus welchen Gründen auch immer. Mitten in der sexbesessenen Zeit, weiß eine wachsende Zahl von Menschen mit der gebetsmühlenartig wiederholten Formel nichts mehr anzufangen: Sex macht Spaß. Für sie ist Sex ein Problem, häufig das Problem desjenigen innerhalb einer Beziehung, der sich Sex wünscht, während der Andere sich keinen wünscht.

Wie kommt es zum Aussetzen von Sex? Wie kann das Leben in dieser Situation weitergehen? Hat ausgerechnet die Philosophie etwas dazu zu sagen? Ist es ein individuelles Problem oder geht die Sexepoche nun zu Ende?

Prof. Dr. Wilhelm Schmid: geboren 1953 in Billenhausen (Bayerisch-Schwaben), ist ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt als freier Philosoph in Berlin. Er studierte Philosophie und Geschichte in Berlin, Paris und Tübingen und lehrt als außerplanmäßiger Professor Philosophie an der Universität Erfurt. Zum Thema Lebenskunst, das er wieder in den Fokus der Philosophie gerückt hat, hält er zahlreiche Vorträge. 2012 wurde ihm der deutsche Meckatzer-Philosophiepreis für besondere Verdienste bei der Vermittlung von Philosophie verliehen, 2013 der schweizerische Egnér-Preis für sein bisheriges Werk zur Lebenskunst. Viele Jahre war er regelmäßig als Gastdozent in Riga/Lettland und Tiflis/Georgien tätig.  Zudem war er jahrelang  philosophischer Seelsorger an einem Krankenhaus in der Nähe von Zürich/Schweiz.

Buchpublikationen zum Thema:
Sexout. Und die Kunst, neu anzufangen, 2015, Insel Verlag
Liebe. Warum sie so schwierig ist und wie sie dennoch gelingt, 2011, Insel Verlag
Die Liebe atmen lassen, 2010, Suhrkamp Taschenbuch

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Schmid Wilhlem Foto: privat

Streit ist auch keine Lösung (22.1.2018)

Wie Sie in Ihrer Partnerschaft das bekommen, was Sie wirklich wollen  

Keiner mag ihn, doch bleibt niemand von ihm verschont: Streit in der Partnerschaft. Beziehungscoach Christian Thiel erklärt, warum es zu den nervigen Auseinandersetzungen kommt und wie man sie wieder beendet. Denn selbst der beste Streit macht nicht glücklich. Die Forschung belegt, dass Streit nicht zur Konfliktlösung beiträgt. Er verbessert nicht die Stimmung in der Beziehung. Denn wo Streit ist, da ist - jetzt gerade - keine Liebe. Das ist es, was ihn so gefährlich macht und eine Lösung des Konfliktes so unwahrscheinlich. Die meisten Streits sind schon deshalb schädlich für eine Beziehung, weil sie Zeit und Energie kosten, die beide Partner für etwas ganz anderes brauchen. Für Lösungen zum Beispiel. Doch mit den richtigen Vorgehensweisen bekommt man in seiner Partnerschaft auch ohne Streit genau das, was man wirklich möchte.

Christian Thiel, M. A. Phil, ist der dienstälteste Singleberater im deutschsprachigen Raum und einer der bekanntesten Paarberater. Er ist durch seine Bücher „Was glückliche Paare richtig machen“ und „Wieso Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben“ bekannt geworden. Zuletzt erschienen ist von ihm „Streit ist auch keine Lösung“.

Christian Thiel referiert an Stelle von  Dr.in Eva Jaeggi, die leider absagen musste.

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Christian Thiel Foto: Stephan Jockel

Wenn man mehr als eine(n) liebt (29.1.2018)

Polyamore Beziehungen

Polyamorie, per Definition „emotionale und sexuelle Beziehungen unter dem Wissen aller Beteiligten“, ist in den letzten Jahren vom wissenschaftlichen Nischen- zu einem medial inszenierten Aufregerthema mutiert. Worum geht es bei diesen Mehrfachbeziehungen tatsächlich? Wie lange gibt es sie bereits? War Monogamie immer schon das Gesellschaft dominierende und definierende Konzept? Der Sozialwissenschafter Stefan Ossmann forscht im Rahmen eines vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projektes zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Eigenwahrnehmung und medialer Fremddarstellung polyamorös lebender Personen im deutschsprachigen Raum. Konkret wird er erstmals die gesammelten Forschungsergebnisse seiner über den Untersuchungszeitraum von 2007 bis heute angelegten Medienanalyse vorstellen. Dabei werden Fragen zur Repräsentanz von Liebes- und Lebenshistorie, zur Zugehörigkeit zur LGBT-Community, zum Bedürfnis nach kirchlicher Absicherung sowie zur sozialer Akzeptanz beantwortet. Abgrenzung zu freier Liebe und Swingen ist ebenso Thema wie Eifersucht, und schlussendlich wird thematisiert, wie hoch die Chancen auf rechtliche Anerkennung von Mehrfachbeziehungen in Österreich sind.

MMag. Stefan Ossmann: Aufgewachsen und sozialisiert im oberösterreichischen Waldzell.  Kolleg für Photographie. Mehrjährige Auslandsaufenthalte in Neuseeland, Australien, Irland, Südost-Asien und den Niederlanden. Diplomstudium "Internationale Entwicklung" und Magisterstudium "Publizistik und Kommunikationswissenschaft"  an der Universität Wien. ERASMUS-Aufenthalt an der Universität Cluj Napoca (Rumänien), Joint-Studies-Semester an der Univerität Melbourne (Australien). Nach Studienabschluss Vizeprojektleitung "Crossmedia und Qualitätsjournalismus" (TEMPUS IV) an der Universität Wien sowie Akademischer Consultant "C2learn creative learning" für das BMUK. ERASMUS-Botschafter 2011. Lehrtätigkeiten am Institut für Internationale Entwicklung, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Universität Wien.
Dissertation zum Thema Polyamorie, seit Februar 2016 Finanzierung im Rahmen des FWF-Einzelprojektes "Polyamorie in medialer, sozialer und Identitätsperspektive". Diverse Medienauftritte, Teilnahme an wissenschaftlichen Bewerben, wissenschaftliche Vorträge. Mit-Organisation der "Non-monogamies and contemporary intimacies"-Konferenz 2017.

 

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Stefan Ossmann Foto: privat

Der Schlüssel zur Treue (5.2.2018)

Warum es sich lohnt, für die Liebe zu kämpfen

Treue in der Partnerschaft - heute noch aktuell?
Der Wunsch nach einer verbindlichen Beziehung und danach, dass der Partner die Treue hält,  ist auch heutzutage sehr stark. Dennoch vermeiden viele Paare, einander zu heiraten und sich die Treue zu versprechen, weil sie meinen, sich nicht im Vorhin für ein ganzes Leben festlegen zu können. Ist das Treue-Versprechen also überholt?  Kann es denn möglich sein, sich ein Leben lang die Treue zu halten?  Der Referent ist aus seiner Jahrzehnte langen Erfahrung in der Arbeit mit Paaren der Meinung: Ja es ist möglich! Und er wird in diesem Vortrag diese seine Überzeugung ausführlich begründen und den Weg dazu aufzeigen. 

 

Dr. Hans Jellouschek: gebürtiger Linzer, Psychotherapeut, Lehrtherapeut für Systemisch-integrative Paartherapie und Transaktionsanalyse. In der Fort- und Weiterbildung tätig seit ca. 40 Jahren. Autor zahlricher Bücher über Paarbeziehungen.

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Dr. Hans Jellouschek Foto: privat

Alleine küssen kann man nicht (12.2.2018)

Reflexionen aus 27 Jahren Beziehungsfallen


Mag. DDr. Günther Bauer: Jurist, Sozialwirt, Organisationsentwickler, Supervisonsausbildung, Geschäftsführer der Seniorenzentren Linz GmbH, Moderator der Beziehungsfallen seit 27 Jahren

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Günther Bauer Foto: privat